Gruppenarbeit III: Mucha meets Facchina 2.0

Unser Einstieg nach der Weihnachtspause hier in Spilimbergo ist knackig: Wir sind zurück gekehrt zur indirekten Technik rovescio su carta (oder wer es lieber hat nach ihrem Erfinder Facchina). Im Gegensatz zu der euch bereits vorgestellten Facchina Technik, ich nenne sie mal 1.0 aus dem letzten Jahr, die von den andamenti her sehr der römischen entspricht (also tessera di contorno und alles was dazu gehört), sind wir in Version 2.0 diesmal aber freier. Denn die andamenti teilen nun nur noch grob den Raum ein, und die tessere variieren stark in ihrer Größe, ein wenig wie beim byzantinischen Stil des letzten Projekts.

Wie immer gab es zu der neuen Technik zunächst eine kleine Aufwärmübung, um das Füllen verschiedener Flächen zu verstehen. Dann erst ging es an das echte Projekt. Der zweite Teil einer Alfons Mucha Trilogie, dem tschechischen Plakatkünstler, der Ende des 19. Jahrhunderts bekannt wurde für seine Jugendstilgrafiken. Im letzten Jahr hat die Klasse meiner Lehrerin Evelina della Vedova bereits Muchas Claire de Lune in Mosaik umgesetzt. Nun sind wir sind dran, L’Étoile Polaire zu interpretieren.

Für mich heißt das aktuell: Eine Mischung aus grünen und beige bis braunen Marmorarten, Keramik, sowie Schätzen aus alten Bisazzaproduktionen mischen, um so den fließenden Stoff der Polarfrau zum Leben zu erwecken. Auch ein wenig Transparenz ist zu kreieren, denn durch den Stoff schimmert an meiner Stelle im Mosaik ihre Wade hindurch.

Ich bin kein Fan der indirekten Technik, so viel steht fest. Aber mir gefällt die neue Art, mit der wir die Farben mischen und die Freiheit, die sich durch die moderne Legweise ergibt. Und im Gegensatz zum letzten Jahr, wo spiegelverkehrtes und präzises Arbeiten noch ein ziemlicher Krampf war, geht es mir dieses Jahr um einiges unbeschwerter von der Hand.

Die Übungen zum Einstieg: Andamenti und Ausfüllen des Raumes mit tessere im modernen Stil.

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