Soo Sunny Park: Unwoven light

Schon lange wollte ich in der Serie anderes Mosaik Soo Sunny Parks Installation Unwoven Light vorstellen. Heute, am letzten Tag des November, grau, kurz und regnerisch wie sein Ruf, erscheint mir dafür ein besonders guter Zeitpunkt.

Tausende von Teilchen aus irisierendem Plexiglas, verwoben in 37 Einheiten, füllen schillernd und geheimnisvoll den Raum. Die regenbogenartig reflektierenden Elemente, die von Wänden und Decke zu fliessen scheinen, verändern ihre Wirkung je nach Tageszeit und Lichtmenge und lassen den Besucher in einem Netz aus Licht und Schatten wandeln. Zwischen Material und Transparenz und ständiger Veränderung von Lichteinflüssen wird das Erlebnis des Raumes zu einer transzendenten Erfahrung.

Unwoven Light veranschaulicht die Faszination der Künstlerin mit verschiedenen Realitäten des Seins. Die Leichtigkeit der organisch wirkenden Elemente und das Verschmelzen von Raum und Materie lassen mich an den Einsatz von Goldglas zu byzantinischen Zeiten denken. Vielleicht liegt das daran, dass wir in der Schule thematisch derzeit in genau dieser lichterfüllten Ära angekommen sind. Vielleicht aber auch, weil mich die Installation an das Mausoleum der Galla Placidia in Ravenna erinnert, wo ein Himmel aus Gold und Blau einen als Besucher fast schwerelos werden lässt, wie einen Astronauten im Weltraum.

Das Video von Walley Films zeigt, wie die Installation in der Rice Gallery in Houston aus 2013 entstand und was Soo zur Kreation des Spektakels aus Licht inspirierte.

Mehr über die in Seoul geborene Künstlerin erfahrt ihr auf SooSunnyPark.com.

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