In 8 Schritten zum eigenen Mosaik Arbeitsplatz

Wer einmal mit dem Mosaikhammer gearbeitet hat, möchte meist selbst zu Hause einen Arbeitsplatz haben. Doch was muss ich eigentlich beachten, wenn ich den Dorn bzw. Spaltkeil in einem Holzstamm einlasse? Hier erfahrt ihr wie ihr euch einen Ceppo ganz einfach selbst machen könnt.

In 8 Schritten zum eigenen Mosaik Arbeitsplatz

1. Zunächst braucht ihr einen Holzstamm mit einem Durchmesser von ca. 20 – 30 cm und 85 cm Höhe. Die Höhe hängt von eurer Sitzstellung und Körpergröße ab (bei einer Größe von 1,65 cm sollte man im Sitzen eher 75 cm wählen, wer im Stehen arbeitet, sollte eine Höhe von 90 – 100 cm kalkulieren.) Es sollte kein Weichholz gewählt werden, empfehlenswert sind Buche, Eiche oder Ahorn. Der Holzstamm sollte möglichst abgestanden sein.

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2. Die Oberfläche des Stammes abschleifen.

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3. Mit dem Holzbohrer ein Loch von ca. 7,5 – 8 cm Tiefe vorbohren. Es sollte nicht zentriert sein, sondern leicht versetzt zu den jüngsten Jahresringen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass das Holz sich spaltet.

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4. Um das Loch zu einem Quadrat zu formen, in dem der Spaltkeil gut versenkt werden kann, mit der Stichsäge entsprechend nachbearbeiten.

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5. Da der Spaltkeil etwas in dem Loch schweben muss, kann das Loch etwas tiefer sein, als der Daumen auf dem Bild positioniert ist.

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6. Nun mit dem Hammer und einem Stück Holz als Schutz den Dorn in die Lochung herein treiben. Der Dorn sollte den Grund des Loches nicht berühren, sondern wie oben beschrieben sollte etwas Luft bleiben, damit der Rückschlag beim Hämmern im Hohlraum absorbiert wird. Der Spaltkeil sollte fest im Loch sitzen und vom Holz gehalten werden.

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7. Damit der Spaltkeil nicht zu scharfkantig ist (sonst brechen die Smalten recht unkontrolliert)  sollte er leicht mit einer Feile bearbeitet werden.

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8. Und schon kann es losgehen mit der Arbeit am eigenen Mosaik Arbeitsplatz! Viel Spaß mit eurem Ceppo!

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Hier noch ein paar allgemeine Tipps:

  • Ein frisch gehackener Stamm sollte mindestens ein Paar Monate lang etwas erhöht stehen (auf kleinen Holzklötzen zum Beispiel), damit er nicht schimmelt und in Ruhe trocknen kann.
  • Es ist besser den Stamm zu bohren bevor er ganz abgetrocknet ist, weil so der Dorn besser von den Lochseiten gehalten wird.
  • Der Stamm muss langsam abtrocknen, um große Risse zu vermeiden. Es werden trockene Orte empfohlen, die nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, z.B. der Keller oder die Garage.
  • Falls der Stamm Risse bekommt, lässt er sich gut mit Zinkringen (wie sie z.B. für Weinfäser gebraucht werden) einfassen.

 

Bilder: Alina Chubova

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